Vergütung

Das Honorar des Rechtsanwalts ist grundsätzlich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) zu ermitteln. In Einzelfällen können Vergütungsvereinbarungen getroffen werden. Für die außergerichtliche Tätigkeit ist die Vergütung grundsätzlich individuell zu vereinbaren.

»Die Vergütung wird fällig, wenn der Auftrag erledigt oder die Angelegenheit beendet ist.« (§ 8 Abs. 1 S. 1 RVG).

Nun dürfte allgemein bekannt sein, dass sich gerichtliche Verfahren nicht selten über mehrere Monate oder gar Jahre hinziehen.
(Vergleiche dazu die Bekanntmachung des Niedersächsischen Justizministeriums vom 20.03.2007, 1440-104.3: »Übersicht über den Geschäftsanfall bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Landes Niedersachsen im Geschäftsjahr 2006«.)

Die durchschnittliche Verfahrensdauer in erstinstanzlichen Zivilprozesssachen betrug 2006 vor den Amtsgerichten gut vier, vor den Landgerichten fast acht Monate. Klageverfahren vor den Verwaltungs-, Sozial- und Finanzgerichten dauerten zum Teil deutlich länger als ein Jahr. Vergleichsweise rasch werden Verfahren vor den Arbeitsgerichten erledigt, nämlich in etwa vier Monaten. Und auch das Landesarbeitsgericht schließt seine Verfahren in weniger als acht Monaten ab.

An dieser Stelle möchte ich auf eine Besonderheit arbeitsrechtlicher Verfahren in der ersten Instanz hinweisen: Auch in obsiegenden Verfahren tragen die Parteien ihre außergerichtlichen Kosten, d.h. insbesondere das jeweilige Anwaltshonorar, selbst (vgl. § 12 Abs. 1 S. 1 ArbGG).

Die beschriebene Dauer verschiedener Verfahren bedeutet, dass eine Vielzahl von Mandaten regelmäßig erst nach mehreren Monaten abgerechnet werden kann.
Auch angesichts dieses Umstandes und zur Sicherung des Honorars gewährt
§ 9 RVG dem Rechtsanwalt die Forderung von Vorschüssen.

Seit dem 01.07.2006 gilt für den Bereich der außergerichtlichen Beratung, dass das Honorar dafür grundsätzlich frei auszuhandeln ist.
Dazu teile ich die Ansicht des damaligen Vizepräsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer, Herrn Rechtsanwalt Dr. Ulrich Scharf: »Anwälte müssen künftig bei jedem Beratungsmandat darauf achten, dass es sich wirtschaftlich rechnet. Dabei muss aber auch bei frei verhandelten Honoraren die Angemessenheit gewahrt bleiben. Diese Angemessenheit bestimmt sich nicht ausschließlich nur nach dem Umfang und der Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit, sondern auch nach der Bedeutung der Angelegenheit, nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Auftraggebers und nach dem Haftungsrisiko, das für den Anwalt mit der Beratung verbunden ist.« (Quelle: BRAK-Pressemitteilung Nr. 22 vom 20. Juni 2006).

Ich bin sicher, dass auf dieser Basis eine interessengerechte Vergütung meiner Tätigkeit erreichbar und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, § 27a UStG
USt-IdNr.: DE252699265

 
 
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